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types-of-ghost-1Leider ist es nicht absolut eindeutig zu ergründen, wann man das erste Mal die Urform (altsächsisch: gest) gebrauchte. Auch die Brüder Grimm hielten in ihrem Wörterbuch bereits das Wort Geist im Altdeutschen in seiner ursprünglichen Bedeutung fest.

Auffallend allerdings ist, dass alle altdeutschen und lateinischen Wörter, die man heute mit Geistern und dem Spiritismus verbindet, eines gemein haben: Ihre ursprüngliche Bedeutung.
Diese war einst Wind, Atem, Hauch (Altsächsisch: gast), brausend, ausbrechend (Altnordisch: geisa) oder atmen, hauchen, blasen (lat.: spirare). Das Wort „Spiritus Sanctus“ (der heilige Geist) wurde oft von Theologen als „der Atem Gottes“ interpretiert.

Die Häufigkeit dieser Gemeinsamkeiten machten das harmlose Wort „Geist“ (in den Überlieferungen der Bibel wird von „Gottes Geist über dem Meer“ gesprochen, im Schwabischen das Wort für aufbrausendes Wasser) im Laufe der Jahrhunderte erst zu dem, was es für viele Menschen heute bedeutet: Angst und Schrecken.

Bis ins 19. Jahrhundert aber war der Begriff für derartige Phänomene, die wir heute als Spuk bezeichnen würden, noch weitgehend ungeklärt und somit gestaltete sich die Erforschung dieser als recht schwierig. Professor H.H. Price von der Universität Oxford wies bereits vor einem halben Jahrhundert darauf hin, dass die Frage: „Glauben Sie an Geister?“ erst beantwortet werden könne, wenn der Begriff „Geist“ klar und eindeutig definiert sei. Und hier stellt sich ein weiteres Problem dar; In vielen alten Völkern existierte der feste Glaube daran, Geister wären die Seelen Verstorbener die am Ort des Todes oder der Bestattung verharren.

Schon Platon schrieb in seinem Buch „Phaidon„:

“Du kennst die Geschichten von den Seelen, die ruhelos über Gräber und Friedhöfe wandern, in deren Nachbarschaft man geisterhafte Phantome sah; es handelt sich dabei um genau jene Art von Erscheinungen, wie Seelen sie hervorbringen, die im Momente der Entlassung nicht rein waren, sondern noch Teile der sichtbaren Substanz mit sich führten, was erklärt, warum man sie sehen kann. Ganz eindeutig sind dies nicht die Seelen der Guten; es sind die Seelen der Bösen, die als Strafe für die schlechten Taten im früheren Erdenleben dazu verdammt sind, an jenen Orten umzugehen.“

Während Wissenschaftler versuchen Geister zu kategorisieren, hat sich dieser Glaube an die Seele der Menschen so stark manifestiert, dass der Exorzismus noch heute eine wichtige Rolle bei „modernen“ Poltergeisterscheinungen spielt. Dies spiegelt sich auch in den Dialogen Gregors I., des großen Papstes von 590 bis 604 wider, in denen es heißt:

„Dieses Phänomen beziehe sich ständig auf Zeitgenossen, die laut eigener Aussagen im Fegefeuer leiden, doch ihre Leiden würden durch die Gebete die man für sie spreche gelindert.“

Leider wurde die falsche Interpretation der Geisterwelt auch durch die absichtliche falsche Übersetzung des griechischen Wortes „Daimonion“ nur unterstützt und stiftete Verwirrung unter den Christen.

Für Sokrates hatte das Wort soviel wie „innere Stimme“ bedeutet, eine Art Gewissen, das ihn davon abhielt Böses zu tun. Doch christliche Theoretiker machten daraus einen Diener des Bösen, einen Dämon oder Teufel. So sah die Kirche in allen Geistererscheinungen das Wirken böser Mächte, oder gar den Teufel selbst.
Über Menschen die Poltergeister anzogen oder in tiefer Trance sprachen, hieß es, sie seien besessen und es müsse um ihre Seele gekämpft werden. Somit vermischten sich alter Abergaube, Unwissen und Manipulation durch Angst zu einem Glauben der sich in einem Wort festigte: Geister.

geister1Erst Ende des 19. Jahrhunderts, nachdem 1882 die „Society of Physical Research“ (Gesellschaft für Psychische Forschung) gegründet wurde, begann man zwischen verschiedenen Arten von Manifestationen zu unterscheiden.Die ersten Versuche der Kategorisierung und Hinterfragung nach etwaigen Phänomenen, bestanden in Umfragen über „Zählungen von Halluzinationen“. Damals konnte man bereits feststellen, dass 10% der 44000 Befragten zugaben, Zeuge eines „Spukphänomens“ geworden zu sein und nur die wenigsten wollten es als Halluzination abtun lassen.

Erst die moderne Wissenschaft des Paranormalen erlaubt uns heute, das Wort „Geist“ nicht als Überbegriff für alle paranormalen Phänomene zu gebrauchen. Wir können heute zwischen vielen Arten von Geistern, Spukerscheinungen und spiritistischen Erlebnissen unterscheiden. Im Großen und Ganzen lässt sich die Frage nach Geistern aufgrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht mehr verneinen, viele würden heute eindeutig mit „Ja“ antworten.

Wir befinden uns in einer Zeit der spiritistischen Aufklärung. Altes Gedankengut sollte neu überdacht werden – die Beweise werden immer erdrückender!

Mehr Infos über Geister:

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