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Inhaltsübersicht

Teil 1: Allgemeines und Grundlagen der Meditation

1. Einleitung?
2. Was ist Meditation?
3. Warum Meditieren?
4. Geschichte und Techniken
5. Motivation
6. Opfer bringen
7. Stress – Meditation hilft

Teil 2: Praxis und Techniken der Meditation

1. Vorbereitung
2. Zeitmangel
3. Ort, Altar
4. Entspannung, Aufmerksamkeit
5. Atmung, Haltung, Augen, Hände, Mund und Zunge, Kleidung
6. Zeitpunkt, Musik
7. Probleme
8. Gruppenmeditationen
9. 10 Tugenden

Meditationen-Lexikon, Meditationsanleitungen

Einleitung zur Meditation

 

Meditation, früher nur von Mönchen im hohen Gebirge und von weisen Menschen praktiziert, rückt heute zunehmend auch in den Fokus des „normalen“ Menschen. Ob zur Stressreduktion, zum Entfliehen aus dem grauen Alltag, zum Entspannen oder zur spirituellen Weiterentwicklung – Meditation ist mehr gefragt denn je.

Oft wirkt sie da sehr exotisch, skurril und leider oft auch sektenartig. Du kannst meditieren lernen, auch ohne gleich den Glauben wechseln zu müssen.

Der Markt ist überschwemmt mit Büchern, Meditations-CDs und Meditationszubehör. Wer kann da noch den Durchblick behalten? Wir erklären euch alles Grundlegende zum Thema Meditation, geben euch Meditationsanleitungen. Dabei schreiben wir die Meditationsanleitungen so, dass ihr sie auch ohne Fremdwörterbuch versteht.

Was ist Meditation?

 

Komplizierte Techniken, aufwendige Bewegungen, geheime Formeln? Nein. Der Begriff Meditation wird leider zu vielfältig genutzt, so dass viele unter Meditation nicht das Gleiche verstehen.

Meditation ist ganz einfach. Körperberuhigung, Geist fokussieren. Das ist alles. Meditation ist das bündeln des Geistes und das Lenken der Aufmerksamkeit. Ein jedes Handwerk, wie Töpfern, kann somit zu einer Meditation werden. Aber auch die Konzentration nach innen, das Beobachten des Atems, das Visualisieren von Energie und Licht oder das Nachdenken über wichtige Fragen, wie der Tod, sind Meditationen.

Die Meditation ist eine Reise zum Ursprung der Existenz. Hierbei gibt es viele Wege. Meditation hat immer ein Ziel, meistens hat es etwas mit Weiterentwicklung zu tun.

 

Meditation lässt sich in folgende Hauptmethoden unterscheiden:

 

  • Denken: Nachdenken über etwas oder einen Sachverhalt. Themen sind zum Beispiel das Leben und Tod, Sinn der Existenz usw.
  • Tagträume: Träume und Fantasie ermöglichen das Schaffen von etwas Neuem. Oft können Träume auch unbewusste Wünsche aber auch Lösungen für Probleme aufzeigen.
  • Keine Gedanken: In vielen Traditionen ist das Ziel der Meditation, keine Gedanken zu haben und den Geist völlig zur Ruhe zu bringen.
  • Affirmationen: Hierbei wird eine Überzeugung immer wiederholt um sie wahr werden zu lassen. Affirmationen gibt man sich selber, Suggestionen werden durch eine andere Person gegeben.
  • Selbsthypnose: Sie ist ähnlich wie die Affirmationen, jedoch übergeht man das Bewusstsein und hat somit direkten Zugriff auf das Unterbewusstsein. Selbsthypnose ist ein eigenes spannendes Thema.
  • Beten: Beten ist wohl die bekannteste Form der Meditation und wird eigentlich in jeder Religion praktiziert.

„Meditation ist wie Drachen steigen: Man muss den Drachen nur hochbringen, dann fliegt er ganz von alleine.“

Warum meditieren? Gründe

Wir haben in der Einleitung schon ein paar Gründe für Meditation genannt. Aber warum solltest du meditieren? Was kannst du damit erreichen? Die Aussage, dass du dein Bewusstsein weiterentwickeln kannst, scheint sicher einigen substanzlos.

Ein Kerngrund für dich wird sein: Du bist mit etwas unzufrieden – sonst wärst du nicht hier. Du möchtest etwas verbessern oder verändern und hast Meditation als Mittel dazu gewählt.

Probleme:

Rastlosigkeit

Die heutige Welt ist so schnell und hektisch, es bleibt keine Zeit mehr zum Mensch sein. Meditation kann eine Zwangspause zur Selbsthilfe darstellen. Diese Gelegenheit hat man sonst nur noch, wenn man krank im Bett liegt. Oft werden Menschen sogar nur deswegen krank: der Körper zwingt einen zu einer Zwangspause. Erinnere dich an die Zeit als du das letzte Mal krank warst. Du kamst dazu, mal wieder nachzudenken, dich zu besinnen. Man sieht aus dem Fenster und erinnert sich, da steht ja ein Baum auf dem immer die Spatzen rumtoben. Man erinnert sich als Kind, wie man auf Bäume geklettert ist und rumtollte. Dieses Nachsinnen ist bereits Meditation.

 

Stress und Angst

Angst versetzt uns in Anspannung. Dies ist ein natürlicher Reflex, der uns überleben lässt. Doch heute haben wir keine Angst mehr vor Raubtieren, es sind Versagensängste, sozialer Druck und so weiter. Unter ständiger Angst verwandelt sich diese Daueranspannung in Stress. Die Meditation kann helfen sich wieder zu entspannen und den Stress aufzulösen.

Entfremdung, Zersplitterung, Isolation

Früher war die Gemeinschaft klein und nah beisammen. „Jeder kannte jeden im Dorf“. Heute geht man in die Schule, fährt weit auf Arbeit. Wie viele Leute kennen die Vornamen ihrer Nachbarn? Denkt darüber mal nach! Meditation kann zwar die äußere Entfremdung und Zersplitterung nicht aufhalten, aber wieder ein inneres Gefühl von Zusammengehörigkeit und Ganzheit herstellen.

Der Mensch versucht diesen Problemen mit altbekannten Methoden zu entfliehen:

Sucht: Sucht lenkt ab und überdeckt das Gefühl oder betäubt, so dass die Probleme zu verschwinden scheinen. Fundamentalismus: Eine einfache klare Antwort scheint die Probleme auf den ersten Blick zu lösen, macht durch seine Abtrennung sie aber noch schlimmer.

Unterhaltung: Auch eine Form von Ablenkung, Fernseher an oder ins Kino gehen. Die Probleme scheinen verflogen zu sein. Dabei wird das Problem nur verschoben. Sobald die Unterhaltung zu Ende ist, stehst du wieder am selben Punkt.

Konsum: Uns wird eingeredet, dass Besitz glücklich macht. Und so kaufen die Menschen Dinge, in dem Glauben, dass die Probleme dadurch gelöst werden und sie glücklicher werden.

Meditation wird dich verändern, sei dir dessen zunächst bewusst. Deine Wahrnehmung wird sich verändern, dein Denken wird sich verändern, dein Leben wird sich verändern.

In klinischen Studien wurde bereits gezeigt, dass durch Meditation dein Gehirn wächst. [1]

Desweiteren:

• Kannst du mit Meditation deine Gesundheit steigern
• Stress und Depressionen abbauen
• Stressbedingte Krankheiten überwinden [2]
• Tieferes und langsameres Atmen
• Verringerte Herzfrequenz
• Niedriger Blutdruck
• Erholung und Entspannung
• Gesteigerte Synchronisation (beide Gehirnhälften)
• Mehr Alphawellen (Gehirnwellen, lange und hohe Amplitude, veränderter Bewusstseinszustände)
• Muskelentspannung
• Verringerte Schmerzen
• Gesteigertes Einfühlungsvermögen
• Gesteigerte Kreativität
• Gesteigerte Wahrnehmung
• Verringerte Angst
• Hilft bei Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Herzkrankheiten, Alkoholismus, Ängste [3]
• Im gegenwärtigen Augenblick leben
• Ausgeglichener werden
• Leistung verbessern
• Dankbarkeit und Liebe steigern
• Spirituelle Wahrnehmung entwickeln
• Gewohnheiten verstehen und abschaffen

Geschichte und Techniken der Meditation

Viele denken bei Meditationen an tibetische Mönche auf einsamen Bergen im Kloster, oder an merkwürdige Menschen auf Yoga-Matten. Meditation gab es aber schon immer und überall. Doch kann man sagen, dass in Asien die Meditation weit entwickelt wurde und auch eine große Bedeutung hat. Auch in den großen Weltreligionen kommen Aspekte der Meditation vor. Sogar in der Bibel meditierte Jesus, wenn er sich zum Nachdenken zurückzog.

 Indien

In der indischen Kultur ist Meditation ein wichtiger Bestandteil. Es wird auch mehr Wert auf feinstoffliche Energien gelegt, so stammt das Chakra-System (Energiezentren) aus Indien. Schon vor tausenden von Jahren praktizierten so genannte Yogis Meditation.

Naturvölker – Schamanen

Lange vor den ersten Hochkulturen und großen Zivilisationen waren es Schamanen, die meditierten. Durch rhythmisches Trommeln und Singen versetzten sich die Schamanen in einen sehr tiefen Meditationszustand, der Trance genannt wird. Diese Praktiken sind über 10.000 Jahre alt. Im eigentlichen Sinne, stellten sie eine Verbindung zur Geister-Welt her, um deren Gunst zu erwirken. Schamanismus hat heute weniger Bedeutung als früher, ist aber in einigen Kulturen noch vertreten. Auch in der westlichen Welt wird Schamanismus wieder bekannter.

Mantras

Das Wort Mantra stammt aus dem Sanskrit und beschreibt das Wiederholen eines Wortes oder einer Wortgruppe. In allen Religionen findet sich dieses Element, zum Beispiel beim Beten. Das Wiederholen lässt den Geist fokussieren und beruhigt die Gedanken. Mehr zum Thema Mantras

Yoga

Bei Yoga denkt man an anstrengende Gymnastik, dies ist aber nur ein Aspekt von Yoga. Yoga beinhaltet auch Atemübungen und Meditation.

Autogenes Training

Autogenes Training ist eine Entspannungstechnik. Die Entspannung wird in Form von Wärme und Schwere wahrgenommen. Diese Technik sollte aber nicht ohne ärztliche Einführung praktiziert werden.

Buddha

Buddha war ein hinduistischer Prinz der, nach der Überlieferung, durch Zufall bemerkte, dass nicht alle Menschen wohlhabend sind. Er versuchte das Leben zu verstehen, sowie Sinn und Funktionsweise (schon damals galt der Glauben an Wiedergeburt und Karma). Er lebte zunächst als Yogi und Asket. Dies lieferte aber nicht die Antworten und so versank er in seinem eigenen Geist. Nach der Überlieferung erwachte er nach 7 Tagen.

Er lehrte, dass alles im Wandel ist. Mit Übungen und Richtlinien für ein tugendhaftes und spirituelles Leben leitete er die Menschen an, sich von Leiden und Unwissenheit zu befreien. Der Kern der buddhistischen Meditation ist die Achtsamkeit, das Beobachten.

Tantra

Viele verbinden mit Tantra eine besondere Form von Sex. Der eigentliche Ansatz ist aber, dass die Wirklichkeit und die relative Welt untrennbar sind. Rituelle Handlungen, so auch Sex, dienen nur als Mittel zur spirituellen Entwicklung.

Zen

Zen ist eine Mischung aus Buddhismus und Taoismus. Taoismus betont die ungeteilte Natur des Lebens. Zen wich aber stark von dem Buddhismus ab, da die Betonung auf einem Meister liegt, der den Zustand der Erleuchtung auf den Schüler überträgt. In Japan wurde Zen zur typischen japanischen Kultur weiterentwickelt. Samurai-Krieger, geordnete Gärten und Kaligraphie sind nur eine Ausbildungsform. Durch Zen macht man sich leider von einem (teuren) Meister abhängig. Zen-Meditation

Vajrayana

In Tibet gab es vor dem Buddhismus eine geister- und magiegeprägte Kultur. In Tibet glaubte man, das Buddha verschiedene Pfade lehrte. Der typische Weg war, negative Aspekte zu minimieren und auszuschalten. In Vajrayana (Diamantpfad) gibt es aber auch Praktiken für das Arbeiten mit Energie, so auch das direkte Umwandeln von negativen Energien in positive. Hierbei ist das Visualisieren sehr wichtig (Bildliches Vorstellen vor dem inneren Auge).

Christliche Meditation

In der christlichen Religion ist Meditation als Beten vorhanden. Jesus soll 40 Tage und Nächte in der Wüste gebetet und gefastet haben. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Achtsamkeit und Gott. Mönche und Nonnen wiederholen die heilige Schrift immer wieder, bis sich ihnen ein tieferes Verständnis für sie erschloss.

Meditation im Judentum

Teilweise wird behauptet, dass sich die Meditation bis zu Abraham, dem Begründer des Judentums, zurückverfolgen lässt. Hierbei ging es um Fasten und asketische Praktiken.

Sufismus

Die Wurzeln des Sufismus sollen sehr alt sein, sogar bis zum ersten erwachenden Menschen zurückreichen. Die Hauptaussage ist: Es gibt nichts außer Gott.

Die Meditation im Sufismus beinhaltet maßgeblich Chanten (Singen und Intonieren) eines heiligen Ausdruckes (innerlich oder laut), währenddessen tief und rhythmisch geatmet wird.

Amerikanische Ureinwohner

Zusätzlich zu den Schamanen der amerikanischen Ureinwohner war es auch bei vielen Stämmen üblich, dass Jugendliche meditierten beim Übergang zum Erwachsenwerden. Hierbei zogen sie sich an heilige Orte zurück um bei Fasten, Beten und Nachdenken Kontakt mit ihren Schutzgeistern herzustellen und innere Weisheit und Kraft zu erlangen. Auch die einfache Achtsamkeit auf den gegenwärtigen Augenblick war ein meist täglicher Aspekt des Lebens der amerikanischen Ureinwohner.

Motivation zur Meditation

Wichtig für jede Meditation ist die Motivation. Sie entscheidet, ob man das Durchhaltevermögen hat, sich weiterzuentwickeln und sie hilft wenn es mal schwierig wird. Du musst wissen was dich zur Meditation motiviert, um dich daran zu erinnern, wenn es langweilig und ereignislos wird – und das wird es sicher ab und zu!

Ob du nun meditieren willst, um Stress zu reduzieren, Krankheitssymptome zu lindern, dich weiter zu entwickeln oder was auch immer deine Gründe sind: Du brauchst eine entsprechende Motivation, die dich dazu bringt, jeden Tag 15 Minuten oder mehr für Meditation aufzubringen, deine Gewohnheiten zu ändern und dir über Misserfolge hinweg hilft.

Meditation zur Motivation

Opfer bringen für die Meditation

Als Kind ist das Gefäß noch leer, aber wird kontinuierlich mit Erfahrungen und Wissen gefüllt. Dies geschieht so lange, bis das Gefäß voll ist, und man nicht mehr offen für Neues ist.

Es ist also unerlässlich etwas Platz in deinem Gefäß zu schaffen, ein Opfer zu bringen. Überlege dir auf was du verzichten könntest: 2 Stunden Fernsehen, jeden Tag Spielekonsole?

Auf alle Fälle musst du wieder offen für alles werden.

 Stress – und wie Meditation helfen kann

Die Sorgen um die Zukunft sind wohl der bekannteste und wichtigste Stressverursacher. Das Problem ist am Ende eine fehlende Kontrolle über die eigenen Gedanken, Fantasien und Gefühle. Viele Menschen springen so immer zwischen Zukunft und Vergangenheit hin und her. Die Meditation hilft dabei die Aufmerksamkeit wieder auf den gegenwärtigen Augenblick zu richten. Die Meditation kann dir wieder die Kraft geben und helfen, der Hilflosigkeit und dem Pessimismus zu entfliehen.

Wie Meditation hilft

Wir wissen nun, dass ein umgelenkter Geist und das Umherschweifen von Gedanken Stress verursacht. Doch Meditation kann bei Stress helfen.

Maßgeblich hilft dabei die Meditation durch das Kultivieren von Konzentration. Mit Konzentration stabilisiert man sich selber, man lässt sich nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen. Mit Meditation kehrt man in den gegenwärtigen Augenblick zurück. Man kann mit Meditation gezielt positive Emotionen und Geisteszustände hervorrufen.

Mit Meditationen kann man seine eigenen Erfahrungen verarbeiten und in Weisheit umwandeln.

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Quelle:
RIP: 7[-]Gates[.]de
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